Abschied von Katrin Schemainda und Christoph Simm

Verabschiedung von Christoph Simm

Bereits seit seiner frühen Jugend ist Christoph Simm begeisterter Bastler auf dem Gebiet der Elektronik und der Nachrichtentechnik gewesen und wollte daher ursprünglich eigentlich Ingenieur werden. Sein gleichzeitiges Interesse an den Geisteswissenschaften führte ihn schließlich zum Studium der Fächer Physik, Katholische Religion und Philosophie sowie der Promotion in Philosophie. Nebenher arbeitete Christoph Simm bereits viele Jahre jeweils in den Semesterferien als Werkstudent bei Bayer in Leverkusen.

Er dachte damals noch nicht daran, diese Leidenschaft einmal mit Schüler_innen zusammen auszuleben. Auf Umwegen führten ihn seine konträren Interessen und die reichhaltigen Erfahrungen mit vielen Nachhilfeschüler_innen später dann doch in den Lehrerberuf, den er nunmehr seit fast 30 Jahren, 13 davon am Anton, mit immer noch großer Leidenschaft und Begeisterung ausübt.

Neben der pädagogischen Begeisterung hält Christoph Simm die fachliche Begeisterung eines Lehrers für essentiell. Nur wer für seine Fächer lebt, kann diese vermitteln und weitergeben und somit ein guter Lehrer sein. Mit dieser persönlichen beruflichen Philosophie und  den Erfahrungen als Vater von vier Kindern, von denen er stets hilfreiche Tipps erhielt,  war er immer besonders nah an seinen Schüler_innen und deren Lebenswelt.

In den drei Jahrzehnten als Lehrer besuchte Christoph Simm immer wieder sehr gerne Lehrerfortbildungen, z. B.  zur digitalen Messwerterfassung, und arbeitete mit Gruppen von Schüler_innen in verschiedenen Forschungseinrichtungen zum Thema Energiepolitik, was heute hochaktuell ist. Der engagierte Pädagoge betreute über viele Jahre die Physiksammlung und begleitete den Umbau und die Neuausstattung aller Räume des Fachbereichs Physik. Christoph Simm hat sich in seinem Kollegium in all den Jahren sehr wohlgefühlt und pflegt viele private freundschaftliche Kontakte, auch zu ehemaligen Lehrkräften.

Wenn er nun morgens nicht mehr zum Anton radeln muss, wird er den Haushalt führen, um seiner Familie den Rücken freizuhalten. Er wird endlich viel mehr Zeit zum Rad fahren, Fußball spielen und für Besuche seiner Lieblingsinsel Baltrum sowie seiner Lieblingsstadt Berlin haben. Außerdem möchte er die kleinen Dinge des Alltags mehr genießen können, wie z. B. eine gemütliche Tasse Ostfriesentee, einen Kinobesuch mit seiner Frau, den neuesten Münster-Tatort oder auch das Nackensteak beim jährlichen Kollegiumsgrillen.

 

Verabschiedung von Katrin Schemainda

Katrin Schemainda unterrichtete viele Jahre die Fächer Katholische Religion und Latein und auch ihr steht beim Gespräch die fachliche Begeisterung ins Gesicht geschrieben. Seit 2005 engagierte sie sich in vielfältiger Weise am Anton. Sie begleitete unsere Schüler_innen  bei den Tagen religiöser Orientierung, bereitete in Zusammenarbeit mit ihren Kolleg_innen unzählige Gottesdienste und Frühschichten vor. Sie begleitete die Trierfahrt und arbeitete als stellvertretende Fachvorsitzende in ihren beiden Fächern. Mit ihren Schüler_innen, deren Eltern und den Kolleg_innen kam sie immer sehr gut aus. Ihr fachlich anspruchsvoller und gleichzeitig humorvoller Unterricht war bei ihren Schützlingen immer besonders beliebt, sie lernten gerne bei ihr. So vermittelte sie im Fach Religion stets ein breites Wissen, damit die Schüler_innen sich in Glaubensfragen auskennen und sich eigenständige Urteile erarbeiten können, um ihren eigenen Weg auch in Auseinandersetzung mit Theologie und Kirche finden zu können. Dabei war es ihr immer besonders wichtig, dass ihre Lernenden sich von ihr ernstgenommen fühlen. Im Fach Latein wollte sie die Fähigkeit vermitteln, über Sprache nachzudenken und Sprachvergleiche anzustellen und es war ihr stets ein besonderes Anliegen, die Lernenden in beiden Fächern gut auf das Abitur vorzubereiten. Als besonders authentische und verlässliche Lehrerin fand sie stets eine gute Balance zwischen Nähe und Distanz gegenüber den ihr Anvertrauten.

Wenn sie nun in den wohlverdienten Ruhestand geht, werden wir sie mit ihrem Hund Jussi oder mit ihrem Fahrrad in der Natur antreffen. Sicherlich wird sie auch viel mehr Zeit zum Lesen und vielleicht auch für ein weiteres Studium im Alter finden.

Auch Katrin Schemainda fühlte sich im Kollegium sehr wohl und wusste die gute Atmosphäre sehr zu schätzen.

Wir danken den beiden für ihr Engagement am Anton und wünschen ihnen für den kommenden Lebensabschnitt alles Gute.