And the winner is: Sophia Pagel vom St.-Antonius-Gymnasium

Bilinguale Facharbeit in Biologie gewinnt den ersten Preis der Dr. Hans Riegel Stiftung

Sollte Sophia nervös gewesen sein, als sie ihre Facharbeit zum Thema „Induced pluripotent stem cells: A possibility to develop effective medication for Alzheimer’s disease?“ in der Aula der Westfälischen Wilhelms-Universität vortrug, so merkte man ihr dies nicht an. Souverän erläuterte sie in hervorragendem Englisch, ihr Publikum zugewandt im Blick haltend, welches Potenzial aus menschlichem Gewebe gezüchtete Stammzellen für die modernste Forschung, etwa zur Alzheimer-Krankheit bereithalten, aber auch, welche Hindernisse noch unüberwindbar sind auf dem Weg zu Linderung oder gar Heilung.   
 
Zum siebten Mal jährte sich in der Aula der Westfälischen Wilhelms-Universität die Vergabe der Dr. Hans Riegel-Fachpreise für exzellente Facharbeiten, die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 11 im Regierungsbezirk Münster in den MINT-Fächern erstellt hatten. In diesem Jahr allerdings gab es unter den 111 eingereichten Facharbeiten aus Biologie, Chemie, Geographie, Mathematik und Physik eine Premiere, so Heribert Woestmann, der stellvertretende Leider der kooperierenden Stiftung Internationales Zentrum für Begabungsforschung: erstmalig wurde eine Facharbeit prämiert, die auf Englisch verfasst und vorgetragen wurde. 
 
 
Hoch gelobt wurde Sophia von der Fachjury dafür, dass sie es vermochte, zu einem so topaktuellen Thema die einschlägigen Artikel der wissenschaftlichen Fachmagazine, die natürlich in der Wissenschaftssprache Englisch verfasst werden, zu einer so hervorragenden Facharbeit zu kompilieren. Die Tatsache, dass sie dies englischsprachig getan hat, sei hier nicht vorentscheidend gewesen, aber man merke natürlich schon, dass Sophia durch die Schulung im bilingualen Zweig des Anton und damit durch ihren „Bio-bili“-Fachlehrer Holger Kleickmann einen besonderen Zugang zur Fachliteratur hatte. Und so konnte Sophia sich innerhalb der 34 eingereichten Arbeiten der Biologie über den ersten Platz freuen, der ihr neben einem nicht unbedeutenden Preisgeld auch Türen in die akademische Welt öffnet. Schließlich werden alle Preisträger und Preisträgerinnen in das Alumni-Programm der Stiftung aufgenommen, in dem ein Netzwerk aus Experten den jungen Forscherinnen und Forschern vielfältige Brücken zwischen Schule und Universität baut, wie Peter Laffin, der Projektkoordinator der Dr. Hans Riegel-Stiftung, in seinen Grußworten darstellte. 
 
Auch das Anton geht dank Sophias hervorragender Leistung nicht leer aus: Mit dem ersten Platz ist auch ein Sachpreis für die Schule verbunden. Dem Anton wird damit ermöglicht, eine Spezialkamera zu kaufen, die direkt an die Schulmikroskope angeschlossen werden kann. Vielleicht lässt sich diese ja in kommenden Jahrgängen für weitere interessante Facharbeiten im MINT-Bereich nutzen.