Alice im Anderland

 

Am 29.05.2015 und am 02.06.2015 wurde das Stück „ Alice im Anderland“ von dem Literaturkurs der Q1 unter der Leitung von Juliane Dittmann aufgeführt.

Nach ungefähr einem Jahr Vorbereitungszeit war der große Tag gekommen. Im Vorfeld der Aufführung wurden durch intensive Beschäftigung mit dem Stück erste Verständnisprobleme auf Grund der Komplexität des Themas beseitigt. Im Anschluss hatten sich die Schüler und Schülerinnen in verschiedenen Gruppen um Kostüme, Technik, Bühnenbild und Organisation gekümmert, um das Stück möglichst authentisch aufführen zu können.

Durch vorausgegangene Improvisationsübungen und Spiele war es dann allen Kursteilnehmer/-innen möglich, auf der Bühne alles zu geben und voll und ganz in ihren Rollen aufzugehen. Gemeinsam wurden Fotos und Videos aufgenommen, um Plakate und einen kurzen Film zu erstellen. Dadurch und durch den Verlauf des Schuljahres wurde besonders das Gruppenklima gestärkt.

Insgesamt wurden zwei rundum gelungene Aufführungen präsentiert, in denen eine etwas düstere, moderne Fassung des Klassikers „ Alice im Wunderland “ dargestellt wurde.

Die schizophrene Alice kommt in eine Psychiatrie, nachdem ihre Eltern bei einem katastrophalen Brand ums Leben gekommen sind. Dort lernt sie andere Patienten kennen, die alle mit den verschiedensten Krankheiten zu kämpfen haben. Am Tage werden diese psychisch Erkrankten von normalen Krankenschwestern betreut, in der Nacht allerdings sind sie der Schreckensherrschaft der Herzkönigin und ihrem Handlanger, dem Herzbuben, ausgeliefert. Zusätzlich kommt es zu Konflikten zwischen den behandelnden Ärzten: Der ältere und erfahrenere Arzt sieht es als Ziel der Nervenheilanstalt die Gesellschaft und sich selbst durch die "Behandlung" mit Psychopharmaka vor den Patienten zu beschützen. Zudem hält er die vom jungen, unerfahrenen Arzt vorgeschlagenen alternativen Behandlungsmethoden in Form von Gesprächstherapien für Unsinn. Wegen der für die Patienten katastrophalen Situation in der Klinik beschließen das ängstliche Kaninchen, der vom Krieg geprägte Hutmacher, die drogenabhängige Raupe, die Herzogin, die ihren Sohn ermordet hat, die Köchin und allen voran Alice etwas gegen die Herzkönigin und den Herzbuben zu unternehmen.

Die allgemeine Reaktion des Publikums fiel sehr positiv aus, da es sich um ein anspruchsvolles Stück handle, welches zum Nachdenken angeregt habe. Auch der Kurs rund um Frau Dittmann zeigte sich abschließend sehr zufrieden. Trotz einiger Schwierigkeiten bei der Umsetzung eines (überraschend) schwierig darzustellenden Stückes, sei der Literaturkurs im Endeffekt ein voller Erfolg und eine tolle Erfahrung für alle Kursteilnehmer/-innen gewesen.