DDR-Gedenkstättenfahrt: „Ich wollte nur frei sein"

DDR-Gedenkstättenfahrt

Endlich sind Schulfahrten wieder seit der Corona-Pause möglich: Eine Gruppe aus 39 Schülerinnen und Schülern der EF, begleite

t von Frau Fredebölling und Herrn Kretschmer, sowie drei Zeitzeuginnen, sind von Montag, den 6. September bis Donnerstag, den 9. September in die Nähe von Dresden, der ehemaligen DDR, im Rahmen einer Gedenkstättenfahrt gereist.

Das Ziel der Fahrt ist es, Eindrücke des Lebens der ehemaligen politisch Inhaftierten der DDR sowohl durch Gespräche mit den Zeitzeugen, als auch durch hautnahe Besuche in Gefängnissen und Stasi-Gebäuden, zu gewinnen.

Zudem lernt man zwangsläufig nebenbei auch mehr über den Zweiten Weltkrieg bzw. die sowjetische Besatzungszone, somit der Zeit vor der Gründung der DDR, kennen. Vorab haben wir uns in einigen Treffen auf die Fahrt vorbereitet.

Wir starteten am Montagmorgen und kamen am Nachmittag in der Jugendherberge in Zwönitz an. Noch ehe wir unsere Zimmer bezogen hatten, fand bereits die erste Fragerunde, in welcher wir mehr Vorwissen für unsere anstehenden Besichtigungen gesammelt haben, mit unseren ständigen Zeitzeuginnen Regina Labahn, Inge Naumann und Monika Schneider statt.

Am nächsten Tag, Dienstag, haben wir die Gedenkstätte „Bautzner Straße“ in Dresden, eine Untersuchungshaftanstalt der StaSi, besucht und dort mehr über den Ablauf der U-Haft, die auf das Verhör und ein erzwungenes Geständnis ausgelegt war, erfahren. Danach haben wir in Dresden eine historische Stadtrundfahrt erhalten, bei welcher die Zerstörung von Dresden im Zweiten Weltkrieg durch Luftbomben im Vordergrund stand. Es zeigte sich, dass Dresden sehr vielseitig ist, was sich anschließend in unserer Freizeit in der Stadt weiterhin bestätigte.

 

DDR-Gedenkstättenfahrt

Mittwochs haben wir das Frauenzuchthaus „Hoheneck“, das gerade für weitere Führungen umgebaut wird, besucht, da dieses die ehemalige Haftanstalt unserer Zeitzeuginnen war. Dort herrschten grausame, gesundheitsschädliche und menschenunwürdige Haftbedingungen, die uns durch eine Führung von Prof. Dr. Appelius verdeutlicht wurden.

Schlussendlich haben wir am Donnerstag unsere Heimreise angetreten und vorher einen Freikauf von politisch Inhaftierten der DDR an die BRD simuliert.

Alles in allem war die Fahrt sehr eindrucksvoll und hat sich gelohnt. An dieser Stelle geht natürlich ein besonderer Dank an Frau Fredebölling, Herrn Kretschmer, Frau Labahn, Frau Naumann und Frau Schneider für die Organisation und Begleitung, aber auch an die Bundesstiftung „Jugend erinnert“ für die Finanzierung der Fahrt.

Für die Fahrtteilnehmer

Nick H.