Philosophie beginnt dort, wo jemand anfängt, das, was er oder sie in Elternhaus und Schule, Medien und Freundeskreis so gehört hat, infrage zu stellen und über eigene Wege nachzudenken und unterschiedliche Vorstellungen von der Welt, von Moral und Politik zu vergleichen. Mit Hilfe der eigenen Vernunft soll die Welt ergründet werden. Dies ist der Ausgangspunkt für den Philosophieunterricht der gymnasialen Oberstufe.

Nach einer Einführung in die Themen und Gegenstandsbereiche der Philosophie in der Einführungsphase werden in der Qualifikationsphase mit Hilfe richtungsweisender philosophischer Positionen aus Geschichte und Gegenwart folgende Themenblöcke behandelt: Ethik, Staats-, Rechts- und Geschichtsphilosophie, Erkenntnis- und Wissenschaftstheorie. Außer den obligatorischen Unterrichtsinhalten können auch Fragen der philosophischen Ästhetik (das Verhältnis von Kunst, Wahrheit, Schönheit) und der Religion thematisiert werden.

Neben der Lektüre und Erörterung diverser philosophischer Theorien und Ansätze wird vor allem die Argumentations- und  Kritikfähigkeit geschult. Darüber hinaus setzt sich das Fach Philosophie zum Ziel, die Urteilsfähigkeit der Schülerinnen und Schüler im Sinne einer grundlegenden Orientierung in der heutigen (Lebens-)Welt aus- und weiterzubilden. Dabei bedienen wir uns unterschiedlicher Methoden (u.a. Debatte, philosophische Erörterung, Gedankenexperiment, Projektspiele und Filmanalysen).

Philosophie ist also ein oft anspruchsvolles „Geschäft“. Deshalb sollte man für den Philosophieunterricht die Fähigkeit und das Interesse mitbringen

  • das Selbstverständliche zu hinterfragen und über das Alltägliche zu staunen
  • auch ungewohnte Denkansätze zu entwickeln und diese  zu Ende zu denken
  • sich auf Gedankenexperimente einzulassen
  • sich in Diskussionen von anderen inspirieren zu lassen
  • auch komplizierte Sachverhalte möglichst klar auszudrücken
  • komplizierte und bisweilen auch sprachlich schwierige Texte zu lesen.

In diesem Zusammenhang spielt auch der Wettbewerb „Philosophischer Essay“, an dem wir regelmäßig mit gutem Erfolg teilnehmen, eine wichtige Rolle. Hier erhalten die Schülerinnen und Schüler Gelegenheit, ihre eigenen Gedanken zu entwickeln und ihrer Einstellung zu philosophischen Fragestellungen und Problemen „freien Lauf“ zu lassen.

Abschließende und unverrückbare Antworten darf man von der Philosophie ebenso wenig erwarten wie von den Naturwissenschaften und so bezeichnet sich auch Sokrates als ein "Nichtwissender". Seine Befragung der Leute, die "alles" zu wissen glauben, führt ihn jedoch zu dem Schluss, dass er damit bereits einen Erkenntnisschritt weiter ist als all jene, deren Scheinwissen sie davon abhält, über die wirklich wichtigen Dinge im Leben nachzudenken.

Schulinterner Lehrplan (gültig für den Abiturjahrgang 2016)

Schulinterner Lehrplan (gültig ab dem Abiturjahrgang 2017)

Konzept zur Leistungsbeurteilung

Beitrag des Faches zum Schulprogramm

 

 

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