MINT-EC-Camp: Automationstechnik

Geschrieben von S. Tumbrink
 
Vom 15.02.16 bis zum 19.02.16 war ich einer von 18 weiteren Schüler/-innen, die an einer MINT-EC Fortbildung für Automationstechnik in Detmold teilgenommen haben. An zwei Tagen waren wir in der Hochschule OWL in Lemgo, zwei weitere Tage haben wir in der Firma Weidmüller  verbracht und den fünften Tag für An/- und Abreise genutzt.
 
Nachdem alle Schüler/-innen in der Jugendherberge angekommen waren und erste Kontakte geknüpft wurden, versammelten sich alle Teilnehmer im Tagungsraum der Jugendherberge zur Begrüßung und zum ersten Kennenlernen. Anschließend folgte eine Stadtführung durch einen "Spielmann aus dem Mittelalter",  der uns über die Detmolder Geschichte berichtete.
 
Der zweite Tag begann um 7.00 Uhr mit einem kurzen Frühstück und der Busfahrt zur Hochschule Ostwestfalen-Lippe. Dort wurden wir gleich herzlich empfangen und in unseren Projektraum gebracht. Nach einer kurzen Vorstellung der Hochschule und einer Einweisung in das Thema Automationstechnik begangen wir direkt mit unserer Projektarbeit. Wir sollten aus einem Raspberry Pi 2 - einem Einplatinencomputer -, einer Steckplatine und einigen Sensoren, Kabeln und Leuchtdioden eine Wetterstation montieren. Da uns allerdings einige Kenntnisse fehlten, endete der Tag in der Hochschule mit großer Enttäuschung über den geringen Fortschritt.
 
Die Erwartungen an den nächsten Tag, der ebenfalls in der Hochschule verbracht wurde, waren somit sehr gering, ebenso die Motivation. Nach kurzer Zeit kam man aber unerwartet gut voran und  die Erfolge in den Gruppen wurden größer bis schließlich jede Gruppe eine Wetterstation mit Visualisierung am Computer gebaut hatte. Nach der Präsentation der einzelnen Wetterstationen, folgte ein Bowlingabend, der bei allen Teilnehmern für viel Freude sorgte.
 
Doch auch der nächste Tag war recht anstrengend. Nach dem Frühstück fuhren wir mit dem Bus zum Weidmüller Ausbildungszentrum. Dort durchliefen wir in Gruppen drei unterschiedliche Workshops zum Thema Automationstechnik. Diese waren gut in Theorie und Praxis aufgeteilt und interessant gestaltet, allerdings gab es nur eine halbstündige Pause. Um 16.45 Uhr folgte eine Besichtigung des Hermannsdenkmals, welche wohl zu jedem Aufenthalt in Detmold dazugehört. Nach dem letzten gemeinsamen Plenum hatten wir dann einen freien Abend. Dieser wurde durch die Vorbereitung einer Abschlusspräsentation jedoch stark gekürzt. Um 21.15 Uhr gingen wir aber dennoch in der Stadt Pizza essen und machten am Abend sogar noch ein Lagerfeuer.
 
Der Abreisetag begann mit einer Betriebsbesichtigung der Firma Weidmüller. Danach stellten die fünf Schülergruppen ihre angefertigten Abschlusspräsentation vor und der Campbetreuer überreichte allen Schülern ein Zertifikat zur erfolgreichen Absolvierung des MINT-Camps zum Thema Automationstechnik. Das Camp endete dann mit einem Abschlussbuffet und der Verabschiedung der Schüler. 
 
Insgesamt gesehen fand ich das MINT-Camp trotz der ungünstigen Lage der Jugendherberge, der wenigen Pausen und der schlechten Busanbindung richtig gut. Man hat viele korrekte junge Leute kennengelernt und gute Eindrücke in die Automationstechnik bekommen. Ich kann jedem naturwissenschaftlich interessiertem Schüler, der die Möglichkeit hat ein solches Camp zu absolvieren, nur empfehlen daran teilzunehmen. Also haltet nach dem richtigen Camp Ausschau und meldet euch an! 
 
Sven Tumbrink
 
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