MINT-EC-Camp: Medizinische Genetik

Geschrieben von Sophia P.

Vom 4.10.15 bis zum 7.10.15 habe ich am MINT-EC-Camp „Medizinische Genetik“ an der Universität zu Lübeck teilgenommen. Der Verein „MINT-EC“ veranstaltet regelmäßig Camps zu wissenschaftlichen Themen für Schüler und Schülerinnen der Oberstufe.

Am ersten Tag stand das Thema Genetik im Vordergrund: Wir, insgesamt 20 SchülerInnen aus ganz Deutschland, besuchten einen Laborkurs im LoLa, dem Lübecker offenen Labor. Dort isolierten wir unser eigenes Erbgut mithilfe einer Polymerasekettenreaktion (PCR); eine Technik, die in Medizin und Forensik weit verbreitet ist.

Zwischenzeitlich bekamen wir dabei Besuch vom Präsidenten der Universität, Herrn Prof. Dr. Hendrik Lehnert, der uns herzlich begrüßte. Nachmittags hatten wir noch zu diesem Thema eine Vorlesung, in der vertiefend verschiedenste Aspekte diskutiert und erläutert wurden.

Am nächsten Tag fokussierte sich das Camp zusätzlich auf den medizinischen Aspekt: Wir besuchten morgens zwei Vorlesungen an der Uni, zu den Themen genetische Beratung und verschiedene Analysemethoden des menschlichen Erbguts. Nach dem Mittagsessen in der Mensa wurde die Gruppe in drei verschiedene Workshops aufgeteilt. Die verschiedenen Kleingruppen besuchten unterschiedliche Institute in Uninähe, welche sich mit wissenschaftlichen Schwerpunkten der Uni befassen, nämlich Experimentelle Genomik, Neurogenetik und Experimentelle Dermatologie. Im Institut für Neurogenetik wurden wir zunächst durch das Institut geführt, bevor wir uns mit den Ursachen und möglichen Heilungs- und Behandlungsansätzen für Parkinson durch induzierte pluripotente Stammzellen beschäftigten. Hierbei war es auch sehr interessant, dass wir dort am Mikroskop selbst mit Fruchtfliegen als Genträger arbeiten konnten.

Am Morgen des letzten Tages hielt jeder Teilnehmer einen kurzen Vortrag, der in Bezug zum Thema des Camps stand, bevor das Camp nach einem Abschlussplenum gegen Mittag endete. Verabschiedet wurden wir dabei von Dr. Gabriele Romig vom Schulministerium des Landes Schleswig-Holstein.

Trotz des dichten wissenschaftlichen Programms kam die Freizeit bei diesem Camp nicht zu kurz: Am ersten Abend hatten wir eine Stadtführung in Lübeck, wo wir uns die Sehenswürdigkeiten der Stadt anschauten. Außerdem haben wir abends zusammen Minigolf gespielt und sind Essen gegangen. Dadurch hatten wir die Möglichkeit, die anderen Teilnehmer des Camps näher kennenzulernen.

Es war eine schöne und interessante Zeit und ich würde gerne wieder an einem Camp teilnehmen. Vielen Dank, dass mir die Teilnahme ermöglicht wurde!

Sophia P.                   

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