Unsere ehemaligen Gastschüler aus Guatemala erinnern sich gern an ihr „Instituto de San Antonio“

Geschrieben von F. Kienz

 

Im November und Dezember des letzten Jahres waren am St.-Antonius-Gymnasium 11 Schülerinnen und Schüler aus Guatemala zwischen 13 und 14 Jahren für 5 Wochen zu Gast. Sie haben in Gastfamilien unserer Schülerinnen und Schüler gewohnt und mit ihren neuen Gastgeschwistern den Unterricht unseres Gymnasiums besucht.

In ihre Heimat Guatemala zurückgekehrt formulieren ehemalige Gastschüler Eindrücke ihres Besuchs bei uns.

Sara Orellana, die bei einer Schülerin der Jgst. 9 zu Gast war, schreibt:

El intercambio fue una gran experiencia que permitió conocer una cultura diferente, personas increíbles y mejorar mi idioma alemán de manera notoria. Estoy muy agradecida con mi familia anfitriona y el colegio. Ansiosa de poder regresar o que me visiten en Guatemala.“

(„Der Austausch war eine tolle Erfahrung, die es mir ermöglichte, eine andere Kultur und unglaublich nette Leute kennen zu lernen sowie mein Deutsch auf beachtliche Weise zu verbessern. Ich bin meiner Gastfamilie und der Schule äußert dankbar und freue mich sehr darauf, wieder kommen zu können oder in Guatemala besucht zu werden.“  übersetzt von Ingo Gerling)

Und Daniela Schleusner weiß rückblickend Folgendes über ihre Zeit am „San Antonio“ und in Lüdinghausen zu berichten:

Alles fing am 4 November mit einem Tour in Europa. Ich kannte niemanden, weil die meisten aus der Österreichischen Schule waren (ich gehe in die Deutsche Schule in Guatemala). Langsam habe ich sie kennengelernt. Zum Schluss, wenn die Woche um war, wollten wir uns gar nicht mehr trennen. Viele haben sogar geweint. Es war richtig traurig, aber danach fing das richtige Abenteuer an.

Nach einigen Busfahrtstunden war ich endlich in Lüdinghausen. Eine kleine, schöne und freundliche Stadt. Als ich aus dem Bus raus kam, habe ich Lulu und Daniela gesehen, alles war anders. Ich hatte wirklich das Gefühl, dass ich in eine richtig schöne und nette Familie war. Gleich am ersten Tag hatte ich richtig viel Heimweh. Aber am nächsten Tag war alles ok. 

Der erste Tag Schule war es einfach toll. Ich bin in das San Antonio -Gymnasium gegangen. Alle waren richtig nett zu mir. Ich habe mich so wohl gefühlt, dass ich in der Schule nicht mehr so still war, ich war glücklich. Als die Tage vergingen, wurde ich immer sicherer und habe mich sehr wohl gefühlt. Alles war neu. Die Lehrer, die Fächer (vor allem Latein und Französisch), aber mit der Zeit war das alles wie zu Hause. Ich kannte die Räume, die Lehrer, den Stundenplan und es war interessant. Meine Schule in Guatemala ist ja ähnlich, da diese eine Deutsche Schule im Ausland ist, aber es gibt immerhin Unterschiede. Die Schule war sehr groß, es gab einen Neu- und einen Altbau. Unterricht war auch in Ordnung und ich habe versucht alles zu verstehen (habe auch mitgeschrieben). Ich habe alles in der Schule gemocht und wie Herr Kienz alles für uns organisiert hat. Es ist auch manchmal sehr kalt geworden, was für mich ja neu war, denn in Guatemala die Durchschnitts-temperaturen liegen um die 25 Grad Celsius. Aber die Heizkörper haben ja geholfen.

Mit meiner Familie war alles richtig toll. Lulu, Fritzi und Elli, meine Gastgeschwister, waren SUPER! Eli und ich haben viel gespielt und es hat mir immer richtig Spaß gemacht. Fritzi war genauso alt wie ich, wir haben viel gesprochen und auch viel gelacht. Ich bin mit Lulu zusammen in die Klasse gegangen und wir hatten viel Spaß. Daniela und Jörg waren sehr nett und sie waren von mir auch richtig begeistert. Ich habe auch immer versucht zu helfen. Die Wochenenden waren richtig schön und ich habe sie richtig genossen.

Die letzte Woche war für mich die schwerste, die ich je erlebt hatte, ich wusste ganz genau, dass ich diese wundervollen und netten Leute nur noch eine Woche sehen werde. Es war schwer, vier Wochen mit ihnen und schon war ich in der letzten. Diese Woche hatte ich ja auch das Glück, meinen 13. Geburtstag mit dieser schönen, süßen und tollen Familie zu feiern. Mein ganzer Tag war richtig toll, klasse, prima! Ich war richtig froh einer meiner wichtigsten Tage in meinem Leben mit ihnen zu feiern. Gleich ein Tag danach war der letzte Tag in Lüdinghausen und auch in der Schule. Richtig traurig! Ich vermisse alles: die Familie, die Schule, das Essen usw. aber vor allem alle diese liebe Leute, die ich in einer kurzen Zeit in meinem Herzen trage und die ich nie vergessen werden, genauso wie diese 5 Wochen, die für mich so wichtig und toll waren. Ich hoffe, ihr vergesst mich auch NIE! Ich habe euch richtig lieb und ihr seid mir sehr wichtig!“

Die 14jährige Regina Murphy weiß über ihren Gastaufenthalt Folgendes zu berichten:

Nach eine Woche Tour in Europa habe ich 5 Wochen mit einer sehr schönen und netten Deutschen Familie gewohnt. Ich war sehr neugierig auf die Schule, meine Gastfamilie und vielleicht neue Freunde.

Die Schule in Deutschland ist nicht ganz anders als meine Schule hier in Guatemala. In Guatemala stehe ich um 5:00 Uhr auf und die Schule beginnt um 7:20 Uhr an. Das ist in Deutschland besser, weil die Schule später anfängt und man darf ein bisschen mehr schlafen. In Deutschland ist es auch schön, dass  Kinder allein mit dem Fahrrad zur Schule fahren können. Guatemala-Stadt ist eine sehr große Stadt, deshalb können wir nur mit dem Bus oder mit dem Auto zur Schule fahren.

Die Lehrer und die Schüler von St. Antonius Gymnasium waren sehr freundlich. Vor allem der Sportunterricht war toll und der Chemieunterricht sehr interessant. Für mich war es auch toll im Spanischunterricht zu helfen. Ein Lieblingsort für mich war aber auch die Cafeteria. Das Essen war lecker und es war lustig sich dort mit Freunden zu treffen. Für mich war es eine sehr gute Erfahrung, deswegen möchte ich noch einmal Lüdinghausen das St. Antonius Gymnasium besuchen.“

 

St.-Antonius-Gymnasium - Klosterstr. 22 - 59348 Lüdinghausen - Telefon: 02591-23060