Eine besondere Geschichtsstunde – Das Kinoseminar zum NS-Propagandafilm „Jud Süss“ für die Jg. Q1

Geschrieben von J. Schürmann

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Eine besondere Geschichtsstunde erlebte die Jahrgangsstufe Q1 unserer Schule kurz vor den Sommerferien in Form eines Kinoseminars. In Verbindung mit der pädagogischen-wissenschaftlichen Begleitung durch den Medienpädagogen Michael Kleinschmidt (Münster) setzten sich die Oberstufenschülerinnen und -schüler mit dem NS-Propagandafilm „Jud Süss“ kritisch auseinander. Eingerahmt war die Vorstellung des Films mit einer inhaltlichen Einführung und einer anschließenden Diskussion, in der die Schülerinnen und Schüler die Wirkungsweise der NS-Propaganda thematisierten und erarbeiteten, wie die Indoktrination mit der NS-Ideologie, insbesondere dem Antisemitismus erfolgte.

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In dem vom NS-System in Auftrag gegebenen Propagandafilm „Jud Süss“, einem von mehreren antisemitischen Filmen der nationalsozialistischen Regierung, geht es schließlich um eine ideologisch verzerrte Version der Biografie der historischen Person Joseph Süß Oppenheimer. Die Auseinandersetzung mit dem Film bot nicht nur den Blick zurück, sondern auch die Chance, nach der Bedeutung von Propaganda heute zu fragen. Außerdem regte die Diskussion im Anschluss an den Film dazu an, zu überlegen, wie der latenten Gefahr und Verbreitung von antisemitischen Vorurteilen und Entwicklungen in der Gesellschaft nachhaltig zu begegnen sei. Schülerinnen und Schüler sowie die begleitenden Lehrer waren zum Abschluss der Veranstaltung der einhelligen Meinung, dass dieses Seminar, welches bereits zum dritten Mal für die Jg. Q1 angeboten wurde, auf jeden Fall wieder im nächsten Schuljahr stattfinden müsste. Zum Erfolg des Seminars trug maßgeblich die kompetente und überaus engagierte Leitung durch Michael Kleinschmidt bei, dem alle am Ende herzlich dankten.

 

 

 
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