„Bildung ist der wichtigste Schlüssel für einen Weg in Freiheit und Selbstbestimmung“!

Geschrieben von J. Schürmann
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Eine besondere Unterrichtsstunde erlebten in der letzten Woche Oberstufenschülerinnen und -schüler der Grundkurse Pädagogik, Erdkunde und Spanisch. Frau Dr. Huber, Gründerin der Frauenrechtsorganisation MIRIAM in Nicaragua, die aus Anlass der diesjährigen  Adveniat-Weihnachtsaktion „Chancen geben - Jugend will Verantwortung“  zu Gast im Bistum Münster war, besuchte unsere Schule. Sie stellte einerseits eindrücklich die schwierige Situation von jungen Mädchen und Frauen in Nicaragua vor und zeigte andererseits auf, wie wertvoll die Arbeit von MIRIAM für die Rechte und ein selbstbestimmtes Leben von Frauen in Nicaragua ist.
 
Ihren Ausführungen vorangestellt, waren zwei kurze Videos, die den Schülerinnen und Schülern die Lebenswelt von Jugendlichen in Lateinamerika vorstellten. Im ersten Film kam eine junge Brasilianerin zu Wort, die  sich hoch motiviert  nicht von den  Erfahrungen von  Hunger, dem täglichen Kampf des Überlebens auf der Straße und  sexueller Gewalt unterkriegen ließ, sondern aus dem Tanz und der Bewegung eine Ausdrucksmöglichkeit gefunden hatte, an eine bessere Welt zu glauben und sich dafür engagiert und zielstrebig einzusetzen. Im zweiten Film wurde das Engagement Jugendlicher in Panama für das Klima und gegen die Umweltverschmutzung aufgezeigt. Die Botschaft der Jugendlichen war eindeutig und klar: Jugend muss Veränderung für eine bessere Welt sein und hat Verantwortung für den Schutz der Erde.
 
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Diese beiden Beispiele führten bei den anwesenden Schülerinnen und Schülern zu einer besonderen Sensibilisierung für die Lebenswirklichkeit Gleichaltriger in Lateinamerika und zeigten die Bedeutung Jugendlicher weltweit für eine lebenswerte Welt auf. Daran knüpfte Frau Dr. Huber an, indem sie ausführte, wie Frauen in Nicaragua durch das Projekt „MIRIAM“  gestärkt werden, als selbstbewusste Persönlichkeiten ihre Rechte wahrzunehmen und durchzusetzen. Bildung, insbesondere Bewusstseinsbildung sei der wichtigste Schlüssel für einen Weg in Freiheit und Selbstbestimmung, so Frau Dr. Huber. Diese Bildung geschieht im Projekt vor allem durch Prävention, Aufklärungsarbeit und Rechtsberatungen. Es gibt psychologische Hilfen und Angebote der Begleitung bei der Verarbeitung von Gewalterfahrungen. Konkret wirkt MIRIAM in drei Bereichen: Förderung und Verteidigung der Rechte der Frauen im öffentlichen Raum, Unterstützung von Frauen beim Studium durch ein Stipendienprogramm und Ausbildung von Frauen zur Schneiderin, Konditorin und Friseurin. 
 
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Am Ende des Besuchs war spürbar, dass das Engagement von Frau Dr. Huber und vielen anderen Menschen für eine geschwisterliche, bessere und solidarische Welt nicht nur sinnvoll, sondern auch notwendig ist. 
 
Fotos: Bischöfliche Pressestelle Münster und St.-Antonius-Gymnasium
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