Leverkusen – nur ein Fußballverein oder auch eine Stadt?

Geschrieben von M. Klingauf

Preisträger der Dr. Hans Riegel Stiftung: Raphael K. überzeugt mit seiner Facharbeit

Wissenschaftliches Arbeiten will gelernt, hervorragende wissenschaftliche Arbeit geachtet sein! Zum fünften Mal wurden in einer stimmungsvollen Feierstunde in der Aula der Westfälischen Wilhelms-Universität zu Münster sehr gute Facharbeiten, die in den Fächern Biologie, Chemie, Geographie, Mathematik und Physik erstellt wurden, durch die Dr. Hans Riegel-Stiftung ausgezeichnet. Facharbeiten werden in der Jahrgangsstufe 11 von allen Schülern angefertigt. Es geht hierbei darum, zu einem in der Regel selbstgewählten Thema ein erstes fachwissenschaftliches Forschungsvorhaben selbstständig zu planen, durchzuführen und dieses anschließend zu dokumentieren. Die Stiftung hat es sich zum Ziel gesetzt, leistungsstarken Schülerinnen und Schülern im mathematisch-naturwissenschaftlichen Bereich eine besondere Förderung zukommen zu lassen und die jungen Menschen auf ihrem Weg in ein entsprechendes Studium durch Kontaktmöglichkeiten und weitere Angebote zu begleiten.

In diesem Jahr hatten 71 Oberstufenschüler von 36 Schulen des Regierungsbezirks Münster der Dr. Hans Riegel-Stiftung ihre Ausarbeitungen zur Begutachtung zukommen lassen. Im Fach Geographie hat hierbei die aus universitären Wissenschaftlern bestehende Jury die Facharbeit von Raphael K., jetzt im Abiturjahrgang, besonders beeindruckt. Er hat in seinem Leistungskursfach Geographie überzeugend darzustellen vermocht, inwiefern die öffentliche Wahrnehmung der Stadt Leverkusen durch den Fußballverein Bayer 04 Leverkusen beeinflusst ist. Besonders gelobt wurde die Herangehensweise des Jungwissenschaftlers: Raphael hat mit einem geschickt angelegen Fragebogen zur geographischen Lage Leverkusens, aber eben auch zum Ansehen der Stadt und zu ihrer Einbettung in  die Sport- und Wirtschaftsszene empirische Daten erheben können, die die problematische Situation Leverkusens gut erkennen lassen. Das Image der Stadt geht einher mit dem Image des Fußballvereins; der Stadt gelingt es trotz einiger interessanter Sehenswürdigkeiten nicht, potentiellen Besuchern ein eigenständiges Bild  von sich zu vermitteln.

Natürlich ist Raphael stolz auf seine Leistung, die ihm neben einer Urkunde und einer nicht unbeachtlichen monetären Zuwendung auch eine gewichtige Packung Gummibärchen eingebracht hat. Besonders gefallen hat ihm an der Zeremonie, dass den jeweils Erstplatzierten Gelegenheit gegeben wurde, ihre Arbeiten dem aus Schülern, Lehrern und Eltern bestehendem Publikum auch vorzustellen. Die begleitenden Lehrerinnen des St.-Antonius-Gymnasiums, Geographie-Leistungskurslehrerin und Betreuerin des Schülers Kirsten Kappelhoff, Jahrgangsstufenleiterin Annette Micke und Oberstufenkoordinatorin Meike Klingauf empfanden dies ebenso als gelungen, denn dadurch wurde einerseits verdeutlicht, wie breit gestreut das Themenspektrum der geehrten Facharbeiten ist, andererseits kamen so die Kreativität, die Originalität und die eigene Involviertheit der Preisträger in ihren Werken und auch in deren Präsentation zum Vorschein.

Herzliche Glückwünsche also an Raphael zu seiner Facharbeit. Dr. Reinhard Schneider, Vorstandvorsitzender der Dr. Hans Riegel-Stiftung sagte treffend: „Bildung ist Voraussetzung für Forschung“. Da können sich die Schüler des St.-Antonius-Gymnasiums offenbar in guten Händen wissen.

 

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