Hochschule trifft Praxis - Studien- und Berufsorientierung hoch 2

„In den Ferien?!? Also, ich weiß nicht. Aber interessant klingt’s schon“, war die typische Reaktion auf unseren Aushang zum Dualen Orientierungspraktikum. Und tatsächlich fordert das sog. DOP einen besonderen Verzicht von allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern: Sie müssen eine Woche ihrer Herbst- oder Osterferien in Betrieben arbeiten.

Warum ist das Duale Orientierungspraktikum dual?

Das besondere Kennzeichen des DOP ist es, dass das zweiwöchige Praktikum in zwei Phasen abgeleistet wird: In der ersten Phase hospitieren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer an Wunschstudiengängen an der FH Münster/Steinfurt oder an der WWU Münster. Hier nehmen sie an Vorlesungen und Seminaren teil, besuchen die Zentrale Studienberatung und lernen das Studentenleben kennen. Diese Phase ist die Hochschulphase.

Die Praxisphase liegt in den Ferien: Die Schülerinnen und Schüler suchen sich einen Praktikumsbetrieb, der das hospitierte Studienfeld in der Praxis umsetzt. Hier arbeiten sie eine Woche im Betrieb mit und untersuchen, inwieweit Studium und Praxis hierbei Hand in Hand gehen.

Wer kann mitmachen?

Das DOP kann von ca. 20 Schülerinnen und Schülern der QF1 und EF durchgeführt werden. Wer mitmachen will, richtet eine Bewerbung an Frau Daheim oder Herrn Weyers. Diese wählen dann in Zusammenarbeit mit den Hochschulen geeignete Kandidaten und Kandidatinnen aus.

Wer sind unsere Partner?

Im Durchführungsjahr 2011 haben wir alle Praktikantinnen und Praktikanten an den münsteraner Hochschulen unterbringen können. Hier kooperieren wir mit Frau Ahlrichs von der Zentralen Studienberatung der WWU und Frau Werner von der Studienberatung der FH. Sie haben unsere DOPs besucht und in Einzelgesprächen Studienideen, Stundenplangestaltung und andere Fragen geklärt. In der Hochschulphase führen sie die Gespräche in den Zentralen Studienberatungen.

DOP 2011 – Was ist besonders?

Im Schuljahr 2011|2012 können wir ein besonders umfangreiches Duales Orientierungspraktikum anbieten. Wir werden von der Stiftung „Zukunft fördern. NRW“ hierbei unterstützt, sodass es uns möglich ist, weitere Qualifizierungsangebote durchzuführen.

DOP – Informationen

Anmeldung zum DOP

Dieses Betriebsanschreiben hilft Dir bei der Suche eines Praxispartners.

 

 

 

 

Studien- und Berufsorientierung hoch Zwei

20 Schülerinnen und Schüler vom Anton für eine Woche an Uni und FH in Münster

Ganz nach dem Motto „Doppelt hält besser“ haben sich 20 Schülerinnen und Schüler der Einführungsphase und der Qualifikationsphase 1 des St.-Antonius-Gymnasiums dazu entschieden, ein duales Orientierungspraktikum zu absolvieren. Neben dem verpflichtenden Schülerbetriebspraktikum in der Einführungsphase ist dies ein zweites, freiwilliges Praktikum, allerdings ein ganz besonderes, wie Anne Daheim, Koordinatorin der Studien- und Berufsorientierung am „Anton“, erläutert: „Das Besondere ist, dass innerhalb des Praktikums sowohl eine einwöchige Hochschulphase als auch eine einwöchige Betriebsphase absolviert wird. Die Schülerinnen und Schüler schnuppern also erst in einen Studiengang und lernen dann ein dem Studiengang angeschlossenes Berufsfeld kennen.“

Bereits im Vorfeld des Praktikums bekamen die Schülerinnen und Schüler einen ersten Eindruck davon, was es heißt zu studieren:  Vor den Sommerferien informierten Frau Ahlrichs und Frau Werner von den Zentralen Studienberatungen von Uni und FH in einer mehrstündigen Veranstaltung über die Besonderheiten der WWU Münster bzw. der Fachhochschule Münster/Steinfurt.  Besonders in den kleineren Gesprächsrunden zeigten sich die Schülerinnen und Schüler gespannt auf das „große Leben, das einen ja nach dem Anton sowieso erwartet“, wie sich einer der Teilnehmer ausdrückte.

Schon jetzt zeigt sich, dass das Praktikum ein voller Erfolg zu werden verspricht: Bei einem Treffen mit den beiden Koordinatoren für Studien- und Berufsorientierung berichteten die Schülerinnen und Schüler begeistert von ihren ersten Erfahrungen. So erzählten zwei Schülerinnen, dass sie schon bei der Wahl der Vorlesungen Probleme hätten, weil alles so interessant sei. Und auch trotz „völlig überfüllter Hörsäle“ waren sie sicher, dass das Praktikum eine „tolle Chance“ sei, viele neue Erfahrungen und Eindrücke mitzunehmen. Auch wenn die Schülerinnen und Schüler schnell bemerkten, dass ein Studientag ganz schön anstrengend sein kann, so haben sie doch das Gefühl die guten und schlechten Seiten eines Studiengangs kennen lernen zu können – und auch die Schule plötzlich in neuem Licht zu sehen, denn, so stellte ein Teilnehmer fest: „In der Schule müssen wir ja immer aufpassen. Und hier zwingt einen keiner mehr dazu, das kann echt gefährlich werden.“ Schon nach zwei Tagen glaubten einige, sich in ihrer Studienwahl bestätigt zu wissen, während andere von ihrem Wunschfach in ein anderes Fach wechselten.

Dass zum Studentenleben mehr gehört als der reine Vorlesungsbesuch, erleben die Praktikanten und Praktikantinnen bei den Besuchen der Mensen in Münster und Steinfurt. Natürlich, so ein Teilnehmer, lerne man da auch einfach mal einen anderen Blick auf’s Leben kennen, man komme in Gespräche und sei wirklich dabei. Einig sind sich aber alle, dass das Studentenleben eine Herausforderung sei, schließlich müsse „man immer alles selber organisieren“. 

Organisationstalent bewiesen allerdings bei diesem Praktikum nicht nur die Schülerinnen und Schüler selber: Auch das Anton ermöglichte den Schülerinnen und Schülern diese großartige Erfahrung durch große Flexibilität. Jahrgangsstufenleiterin Jutta Daldrop baute so lange Klausurpläne um, bis es den 15 DOPs aus der Qualifikationsphase möglich war, Uni/FH und noch anstehende Klausuren zu bewältigen – Hierfür danken die DOP’s ganz besonders! -, und Schulleiterin Elisabeth Hüttenschmidt war bereits bei der ersten Kontaktaufnahme mit Uni und FH, also noch in der Planungsphase, sicher: „Das DOP wird unvergesslich für die Schülerinnen und Schüler. Eine moderne Schule wie das Anton muss sich für solche Erfahrungen öffnen und von ihnen profitieren.“

Unterstützt wird das Anton in diesem Schuljahr bei der Durchführung des Dualen Orientierungspraktikums über die Stiftung „Partner für Schulen.NRW“ von der Regionaldirektion NRW der Bundesagentur für Arbeit und dem Ministerium für Schule und Weiterbildung NRW mit einer maximal abrufbaren Fördersumme von 1500€. In den Ferien werden die Schülerinnen und Schüler in einem korrespondierenden, akademisch geprägten Tätigkeitsbereich hospitieren und können so vertiefende, praktische Erfahrungen sammeln.

St.-Antonius-Gymnasium - Klosterstr. 22 - 59348 Lüdinghausen - Telefon: 02591-23060